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Hintergrund3. November 2026 · 7 Min. Lesezeit · Redaktion EMSFutTENS

Der größte Feind der Neuropathie – lesen Sie das!

Er ist weder exotisch noch neu: Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker gilt als häufigste Ursache von Nervenschäden in den Füßen. Was das bedeutet, woran Sie erste Anzeichen erkennen – und was Sie selbst tun können.

Illustration eines Fußes mit leuchtenden Nervenbahnen

Der Hauptverdächtige: der Blutzucker

Wenn Fachleute über die Ursachen einer Polyneuropathie sprechen, steht ein Faktor fast immer an erster Stelle: Diabetes mellitus. Ist der Blutzucker über Jahre zu hoch, können die feinen Nervenfasern und die kleinen Blutgefäße, die sie versorgen, Schaden nehmen. Betroffen sind zuerst die längsten Nerven – deshalb beginnt die diabetische Neuropathie meist an beiden Füßen.

Zahlen für Deutschland: Schätzungen zufolge leben hierzulande rund neun Millionen Menschen mit Diabetes, ein Teil davon ohne Diagnose. Fachgesellschaften gehen davon aus, dass bis zu jeder Dritte im Laufe der Erkrankung eine Neuropathie entwickelt.

Weitere Ursachen, die oft übersehen werden

  • Regelmäßiger Alkoholkonsum – die zweithäufigste Ursache in Europa.
  • Vitamin-B12-Mangel – etwa bei veganer Ernährung, im Alter oder durch bestimmte Medikamente wie Metformin.
  • Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen.
  • Chemotherapie und einige andere Arzneimittel.
  • Entzündliche oder erbliche Erkrankungen der Nerven.

Bei einem Teil der Betroffenen findet sich trotz gründlicher Untersuchung keine Ursache. Mediziner sprechen dann von einer idiopathischen Neuropathie.

Woran Sie erste Anzeichen erkennen

Viele beschreiben zunächst ein Kribbeln oder „Ameisenlaufen“ an den Zehen, später ein Brennen der Fußsohlen – oft abends oder nachts. Andere bemerken Taubheit, ein pelziges Gefühl oder Unsicherheit beim Gehen. Typisch: Die Beschwerden treten an beiden Füßen symmetrisch auf.

Was jetzt wirklich zählt

  1. Ärztlich abklären lassen: Hausarztpraxis, bei Bedarf Neurologie. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117.
  2. Blutzucker kennen: Ein HbA1c-Wert zeigt den Durchschnitt der letzten Wochen. Bei bekanntem Diabetes: Zielwerte gemeinsam mit dem Behandlungsteam festlegen.
  3. Alkohol reduzieren und Vitamin-B12-Status prüfen lassen.
  4. Füße täglich ansehen – wer weniger spürt, muss mehr hinsehen.
  5. In Bewegung bleiben – regelmäßig und angepasst an Ihre Möglichkeiten.

Ergänzend suchen viele nach Wegen, ihren Füßen am Abend etwas Gutes zu tun. Welche Rolle dabei Massagen und Reizstromgeräte spielen können – und wo ihre Grenzen liegen –, lesen Sie in „Wenn Sie unter Neuropathie leiden, probieren Sie dies einmal aus.“

Quellen & weiterführende Informationen

  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): Leitlinie Diagnostik bei Polyneuropathien
  • Deutsche Diabetes Gesellschaft / diabetesDE: Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes
  • Nationale VersorgungsLeitlinie Neuropathie bei Diabetes im Erwachsenenalter
  • gesund.bund.de – Polyneuropathie
Wichtiger Hinweis: Die Inhalte auf EMSFutTENS dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Kribbeln, Taubheit oder Brennen in den Füßen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Das vorgestellte EMS/TENS-Fußmassagegerät ist nicht zur Diagnose oder Behandlung von Krankheiten bestimmt. Laut Hersteller ist es nicht geeignet für Personen mit Metallimplantaten (z. B. Herzschrittmacher), Schwangere, Herzpatienten, Menschen mit Hirnblutungen, tiefer Venenthrombose, abnormalem Blutdruck, akuten Herz-Kreislauf- oder zerebrovaskulären Erkrankungen sowie eitrigen Entzündungen. Bei Diabetes, Epilepsie oder anderen Vorerkrankungen sprechen Sie die Anwendung bitte vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Erfahrungen sind individuell verschieden. Diese Seite enthält Affiliate-Links: Kaufen Sie über einen solchen Link, erhalten wir möglicherweise eine Provision – der Preis für Sie ändert sich dadurch nicht.